Küchensession #33 | Tom Klose

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Seit dem 12. Lebensjahr schreibt der gebürtige Flensburger seine Geschichten in Tagebücher. Aus den Aufzeichnungen sind inzwischen Songs geworden, welche die autobiografischen Inhalte sehr viel pointierter und direkter vermitteln. In seiner sehr bedachten Wortwahl und gekonnten metaphorischen Ausdrucksweise, lässt sich ab und an sein Anglistik- und Philosophiestudium erahnen. „Ich arbeite gerne mit Metaphern. Mein Ziel ist es, meine Gefühle und Gedanken in so wenige Worte wie möglich zu verpacken“, erklärt Klose. „Jeder hat natürlich andere Assoziationen mit einem Song. Aber ich weiß, wenn ich eine Metapher benutze genau: Nichts könnte besser zusammenfassen, wie ich mich in genau diesem Moment gefühlt habe.“ Besonders die Jahreszeiten und das Wetter schaffen es sinnbildlich immer wieder in seine Songs. Weil „das Konzept von Zeit und Wandel mich schon immer fasziniert hat. Es lässt sich auf so vieles anwenden“.

Wenn wir bei den Bildern bleiben wollen, dann ist „From Weeds to Woods“ wie das Rezept für ein Lieblingsgericht. Als Basis dient Tom Kloses in Musik und Text gepackte Leidenschaft. Dazu nimmt man eine Prise „Coldplay“, würzt mit einer Messerspitze „Mumford & Sons“ und traut sich noch etwas „Paolo Nutini“ und „Damien Rice“ hinzuzufügen. Entstanden ist eine Platte, die viel vom Streben und vom Wachsen erzählt, die von bislang unerfüllten Träumen handelt und zum Träumen anregt. Neben den harmonischen Klängen des Schlagzeugs (Max Schneider) und des Basses (Martin Schroeder), ist es speziell sicherlich das Cello (Niklas Hardt), welches die essenzielle Portion Melancholie in die Melodien zaubert.

Wer facettenreichen Songwriter Pop mag, wird Tom Klose lieben. Und das sind bereits eine ganze Menge Leute. Das Album wurde über einen Crowdfunding Aufruf finanziert. Warum? Tom Klose findet: „Weil Crowdfunding sehr ehrlich ist. Es ist so ein bisschen wie Straßenmusik zu machen. Du stehst an der Straße, spielst deine Gitarre und singst. Und wenn es den Leuten gefllt, dann geben sie dir genau so viel Geld, wie es ihnen wert ist. Mir ist es unglaublich wichtig zu sehen, dass noch andere Leute an die Musik glauben und nicht nur ich.“

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