Küchensession #71 | Soki Green

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SOKI GREEN SPIELT AUF DEM: 2. Hamburger Küchensessions Festival

Träume können intensiver sein als Wirklichkeit. Träume können einsaugen, fesseln, verschlucken mit ihren labyrinthartigen Wendungen, assoziativen Sprüngen, mystischen Bildwelten. Träume können die dunkelsten Winkel der Seele erreichen – Träume können Musik werden.

Hört man nur die ersten Takte Soki Green fühlt man sich sofort in eine solche Welt des Nachtwandelns, der Schattengewächse versetzt: Melancholische Piano- und Gitarren-Akkorde, feine Cello-Linien und einfühlsamer, oft mehrstimmiger Gesang, der hauchzart, zerbrechlich klagt und die Ewigkeit von tausend Jahren Einsamkeit in sich trägt. So verzaubert Soki Green, wühlt im Innersten Verschüttetes auf und gibt zugleich das Gefühl, in sich selbst nach Hause zu kommen.

Wenige Künstler haben in letzter Zeit einen so unmittelbaren Weg in die Tiefen der Seele gefunden. So erinnert Soki Green an die schaurige Neo-Romantik von Soap&Skin, an die sensibel versunkenen Momente von Cat Power.

Soki Greens sehnsüchtiges Herz schlägt in der Brust von Sängerin Cornelia. Einfühlsam tastet ihre Poesie die Wände des Unterbewusstseins ab, findet Vergänglichkeits-Symbolik, Natur-Mythen und immer wieder die gleichfalls zerstörerische wie schöpferische Macht der Liebe.

Die musikalische Vision teilen außerdem Peter Pazmandi, der einen erheblichen Beitrag zu Arrangements und Produktion leistet, Schlagzeuger und Gitarrist Adrian Lesch und Cellist Richard Colmsee. Als Live-Band schafft es Soki Green immer wieder, ein Publikum so ruhig und in sich gekehrt zurückzulassen, dass ein Flüstern schon Schreien wäre. So tourte die Band bereits durch ganz Deutschland, durch Österreich, die Schweiz und Skandinavien, veröffentlichte 2011 ihr erstes Album „Do Demons Talk“ und hat nun mit „Lights Off, I´m Off“ eine neue EP aufgenommen.

Die fünf Songs folgen der melancholisch, verträumten Richtung des Erstlings, mit dem Unterschied, dass die entrückten und manchmal mystischen Klänge nun vertrauter und geerdeter klingen. Akustische sowie verzerrte Gitarren, klassisches Piano und sphärischer Synthie, Cello und elektronische Beats. Soki Green sind vielschichtiger geworden und halten gleichzeitig fest an der Intimität, deren Mittelpunkt durchdringende Stimmen und Lyrics sind.

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