Küchensession #75 | SAFI

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Safi ist laut.
Intensiv.
Ist auf zierliche 164 Zentimeter komprimiertes Dynamit.
Ambivalenz und Zerrissenheit sind nicht Ausnahme- sondern Normalzustand
Grundlage.

Brutalität und Stille kämpfen.
Und im Bruchteil einer Sekunde explodieren aus Klangpausen musikalische Attacken.
Die Gitarre wehrt sich gegen ihre Saiten und wird über die Vehemenz der Stimmbänder sanft gepeitscht in eine eigene Klangwelt gelenkt.

SAFIs Stimme ist Safi.
Die Opulenz wochenlanger Wort Schatz Sammlung wird kleingehackt zur bittersüßen Essenz schmerzhaft reduzierter Lyrik.

Kratzen schaben bohren durch Strukturen;

auf der Suche tauchen unerwartet Facetten auf und gehen im aufgewühlten Gewässer von dreißig übereinander gestapelten Gitarren wieder unter wie der Mensch in der Masse.

Safi flüstert und schreit.
Züchtet betörende Melodiekeime, die noch vor dem Ohrwumstadium in einer Krachsituation zerkrümeln.

Sprachbilder gefallen,
wenn sie am Schluss mit Elektrizität und Säure bespritzt
galvanisiert am Boden liegen.

Die kombinierte Virtuosität aus viereinhalb Oktaven Stimmumfang, der klassischen Gesangsausbildung und dem Kunstdiplom sind Fundament,
niemals Selbstzweck.

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